Rund 180 Kinder aus 17 Landesverbänden – insgesamt 18 Teams, da Bayern mit zwei Mannschaften antritt – stellten sich in diesem Jahr diesen unterschiedlichen Herausforderungen. Pro Team treten fünf Mädchen und fünf Jungen an, mit mindestens zwei Betreuern.
Der Talent Cup verfolgt dabei bewusst einen ganzheitlichen Ansatz. Die Kinder sollen nicht ausschließlich an ihrer Leistung auf dem Tennisplatz gemessen werden. Vielmehr geht es darum, unterschiedliche Fähigkeiten sichtbar zu machen: sportliche Vielseitigkeit, Koordination, Athletik, Geschicklichkeit, Teamfähigkeit und nicht zuletzt die Freude am Wettbewerb.
Der Talent Cup ist die erste Sichtungsmaßnahme des DTB. Hier bekommen die DTB-Bundestrainer die Möglichkeit, die Kinder in unterschiedlichen Situationen und Disziplinen zu erleben und ein umfassenderes Bild ihrer Fähigkeiten zu gewinnen. Die vielversprechendsten Talente werden im Anschluss zu weiteren Sichtungsmaßnahmen eingeladen.
Damit bildet der Talent Cup eine wichtige Schnittstelle zwischen der Arbeit der Landesverbände und der nationalen Talentförderung des DTB. Die Kinder kommen bereits mit ersten Erfahrungen aus den Sichtungs- und Förderstrukturen ihrer Landesverbände nach Essen und erhalten dort die Möglichkeit, sich im Vergleich mit anderen Talenten aus ganz Deutschland zu zeigen.
Nach vier intensiven Tagen stand schließlich der Sieger fest: Der Tennisverband Niedersachsen (TNB) verteidigte seinen Titel und gewann den DTB Talent Cup vor Württemberg und Bayern. Das TVBB-Team landete nach Platz 3 in der Vorrundengruppe in der Endrunde in der Bären-Gruppe, die um die Plätze 7 bis 12 kämpfte. Am Ende wurde es Platz 8 unter den 18 Teams, ein gutes Ergebnis, auch wenn es nach den Plätzen 2 und 4 in den Vorjahren ein Schritt zurück in die Normalität eines kleinen Landesverbandes ist. Denn 10 Talente eines Jahrgangs zu stellen, die in der deutschen Spitze mitspielen können, erfordert schon eine große Breite. So gibt es beispielsweise gleich sieben Landesverbände, deren Mitgliederzahlen mehr als doppelt so hoch wie die des TVBB sind - allerdings haben alle vier Ost-Verbände zusammen immernoch deutlich weniger Mitglieder als der TVBB.
Für das TVBB-Team starteten: Lilly Mörtz, Emma Zipse, Anna Sommer, Charlotte Ceder, Yanjin Li, Theo Gutjahr, Balthasar Klemm, Kiyan Atas, Samuel Schlemm und Aaron Fauth. Betreut wurde das Team von Mariella Petzi, Udo Neudecker und Michael Lingner. TVBB-Jugendwart Roland Goering war ebenfalls vor Ort und für den DTB als Turnierleiter im Einsatz.
Text: DTB (geändert und ergänzt), Foto: DennisEwert/dtb.










