Als bisher einzige Deutsche erreicht die Lokalmatadorin Katharina Krüger das Viertelfinale im Einzel. Die gesetzten Top-Favoriten ziehen in die nächste Runde ein.

Der zweite der Tag German Open brachte am Morgen erst einmal nichts Gutes von oben. Der wolkenverhangene Himmel öffnete seine Pforten und bescherte den SpielerInnen kein spielbaren Untergrund.

Der Veranstalter entschied sich schnell für eine Verlegung in die Halle. Was für die Weiterführung des Turniers praktisch war, bescherte hingegen den SpielerInnen eine ungewollte Herausforderung.Der Niederländer Maikel Scheffers zog bei seinem Spiel gegen den Franzosen Frederic Cattaneo einen Vorteil daraus „Es war heute auf jeden Fall eine Herausforderung sich auf den Belag in der Halle anzupassen. Aber ich denke es war für mich leichter als für meinen Gegner. Diesen Vorteil habe ich natürlich ausgenutzt. Im Großen und Ganzen habe ich ein gutes Spiel gezeigt und bin glücklich mit meiner heute gezeigten Leistung. Natürlich bin ich hier um zu gewinnen, ansonsten hätte ich auch zu Hause bleiben können“, wo auf dem frischgebackenen Vater seiner kleiner Sohn wartet.
Anthony Dittmar hatte in einem spannenden Match gegen den Österreicher Nico Langmann leider das Nachsehen und verlor knapp in drei Sätzen 6-7 6-4 4-6.

Sven Hiller erreichte ebenfalls nicht das Viertelfinale. „Ich habe gegen die Nr. 15 der Welt Alexander Cataldo verloren. Der hat in den letzten Monaten sehr viele Turniere gespielt und kann somit eine ordentliche Spielpraxis vorweisen. Es war ein enges Match und ging oft über Einstand. Ich habe gut gespielt, aber am Ende hat halt der Bessere gewonnen.“

Bei den Damen durften die Zuschauer heute jubeln. Die Paralympicsteilnehmerin Katharina Krüger zeigte ein ganz starkes Spiel gegen die Lettin Diana Nikiforova und gewann 6-0 6-0.

„Das war ein sehr souveränes Spiel von mir. Ich habe mein Ding bis zum Ende durchgezogen und hatte auch keine Konzentrationsschwächen. Ich bin voll und ganz zufrieden, so dass ich auch morgen gut weiterspielen kann.“ Im Viertelfinale wartet die an Nummer acht gesetzte Kolumbianerin Zuleinny Rodriguez Trujillo auf Krüger.

Voller Vorfreude auf eine sehr starke Gegnerin zeigte sich Britta Wend. Sie hatte in ihrem ersten Einzelspiel gegen Macarena Cabrillana (CHI), die an Nummer zwei gesetzte Spielerin auf der anderen Netzseite und schaffte es ihr ordentlich Paroli zu bieten.

Mit einem Dreisatzsieg (6-3 1-6 6-3) zog dennoch die Favoritin in die nächste Runde ein. „Ich war sehr zufrieden mit mir und habe mein bisher bestes Spiel gezeigt. Der Wechsel auf den Teppich in der Halle kam auf jedem Fall meinem Spielstil sehr entgegen. Besonders gut war mein Aufschlag, wo die Chilenin bis zum Schluss nicht wirklich eine Lösung finden konnte. Das hat mich noch mehr gestärkt. Ansonsten habe ich über lange Phasen sehr konsequent und teilweise aggressiv gespielt. Doch dann habe ich in der Mitte des dritten Satzes mich nicht mehr so gut konzentrieren können, so hat sich dann leider der dritte Satz für mich verabschiedet. Ich gehe aber mit einem sehr guten Gefühl aus dieser Begegnung.“ Wend hat noch die Möglichkeit die morgen beginnende Trostrunde für sich zu entscheiden.

In der Einzelkonkurrenz sind neben Krüger nur noch die Quadspieler Marcus Laudan und Konstantin Voglis im Feld. Deren Viertelfinalspiele beginnen am Freitag ab 9 Uhr. Die nächste Runde der Doppelkonkurrenzen findet ebenfalls statt.

Zuschauer sind herzlich eingeladen die SpielerInnen bei ihren Matches anzufeuern. Der Eintritt ist an allen Tagen frei! Die Spiele beginnen ab 9 Uhr. Die Doppelfinals finden voraussichtlich am Samstag statt. Im Einzel wird die Endrunde am Sonntag ausgespielt.

Die Turnierleitung