Berlin, 20. Juni 2021. – Die Russin Liudmila Samsonova hat den bett1open in Berlin (12. bis 20. Juni) ihren Stempel aufgesetzt: Die Nummer 106 der Welt bezwang im Finale des mit 456.073 Euro dotierten WTA-Rasenturniers die an Nummer fünf gesetzte US Open-Halbfinalistin von 2019, Belinda Bencic (Schweiz), mit 1:6, 6:1, 6:3. Für die 22-Jährige ist es der erste Titel überhaupt bei einem WTA-Turnier. „Ich bin mir sicher, dass wir von Liudmila in Zukunft noch mehr hören werden“, erklärte Turnierdirektorin Barbara Rittner nach dem Überraschungscoup der Qualifikantin.

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Dabei sah es im Steffi-Graf-Stadionzunächst alles andere als gut aus für Samsonova, die auf ihrem Weg ins Berliner Finale unter anderem die ehemalige Weltranglistenerste und Australian-Open-Siegerin von 2012 und 2013, Victoria Azarenka (Weißrussland), bezwungen hatte. Nach nur 28 Minuten hatte die Weltranglistenzwölfte Bencic Satz Nummer eins mit 6:1 für sich entschieden. Doch mit einem frühen Break im zweiten Satz drehte die aufschlagstarke Russin (14 Asse) den Spieß um, gewann Satz Nummer zwei souverän mit 6:1 und verwertete nach 1:37 Stunden ihren zweiten Matchball zum 1:6, 6:1, 6:3. „Es ist unglaublich. Der Titel bedeutet mit sehr viel, davon habe ich immer geträumt“, erklärte Samsonova nach ihrem Triumph.

„Wir hatten trotz einiger Absagen ein hervorragendes Feld und haben eine Woche lang absolutes Weltklassetennis gesehen“, blickt Rittner zurück auf eine fantastische und mit vielen hart umkämpften Matches gespickte Tenniswoche auf der Anlage des LTTC „Rot-Weiß“ e.V.

Eröffnet wurde der Finaltag der bett1open mit dem Doppelfinale zwischen Nicole Melichar (USA)/Demi Schuurs (Niederlande) und Victoria Azarenka/Aryna Sabalenka (beide Weißrussland). Dabei erwischten die 27-jährigen Melichar und Schuurs den besseren Start, setzten sich im ersten Satz mit 6:4 durch. Das Duo aus den USA und den Niederlanden gewann in diesem Jahr bereits die Turniere in Doha und Miami, musste aber Satz Nummer zwei mit 5:7 abgeben und blieb auch im abschließenden Match-Tiebreak (4:10) gegen die Weißrussinnen chancenlos. „Es war einfach nur toll, wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen“, erklärte Azarenka nach dem Finalsieg.

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Fotos: Paul Zimmer